Die Flurbereinigung ist ein Bodenordnungsverfahren für land- und forstwirtschaftliche Flächen zum Zweck der Verbesserung der Bewirtschaftung, der Anlage von Wirtschaftswegen einschließlich neuen Höfen (Infrastruktur) und zur Schaffung von Ausgleichsflächen (Naturschutz).

 

Bis in die 1970-er Jahre dominierten die wirtschaftlichen Ziele, seitdem bekam der Naturschutz und die Allgemeinheit größeren Stellenwert bei den Verfahren.

Weitere Stichworte dazu:

Es ist eine Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz.

Zuständig ist die Untere Flurbereinigungsbehörde (hier: Amt für Agrarordnung). 

Es wird eine Teilnehmergemeinschaft gebildet, das sind die Grundstückseigentümer und Behörden, Verbände.

Die Zuteilung erfolgt nach dem Wertermittlungsverfahren. Eine wertgleiche Abfindung (auf Grundlage der Bodenschätzung) ist vorgeschrieben.

Es darf niemand bevorteilt werden.

Die Flächen werden neu vermessen und in das Grundstückskataster eingetragen.

Sepatation oder Verkopplung sind die Begriffe für die alten Verfahren.

Sie wurden für Verfahren im 18./19. Jahrhundert verwendet. Dabei wurden vorher gemeinsam bewirtschaftete Flächen privat Eigentümern zugeteilt. Mit den klassischen Verfahren durch die Preußen wurden auch die Reallasten (Abgabenpflicht an Adel und Klerus, sowie Hand- und Spanndienste) abgegolten. Die Verfahren liefen von ca. 1840/50 bis teilweise 1880/90.