Wie die Dampfmaschine auch das Leben auf dem Land veränderte

Die Dampfmaschine steht für die Entwicklung der Fabriken und der Industrie im 18./19. Jahrhundert. Wie sie auch das Leben in der Landwirtschaft veränderte, dazu hier die folgenden Stichworte.


Eine Dampfmaschine wird mit Holz und Kohle betrieben, ein Heizer sorgte für den richtigen Nachschub. Wegen der Gefahr des Funkenflugs kam sie nur außerhalb von Ortschaften betrieben werden. In Brakel war die Ausschachtung an der Ostheimer Straße (heute Feuerwehr) ein solcher Platz für diese Arbeiten über Jahrzehnte.


Die alten Großmaschinen waren im Besitz von Genossenschaften oder Lohnunternehmern und wurden zum Betrieb von Dreschkästen eingesetzt und blieben am Ort. Später wurden sie mit großen Eisenrädern versehen, gewannen als Lokomobil neue Mobilität. Eine besondere Verwendung war der Dampfpflug. Zwei Lokomobile zogen einen Pflug mit großen Pflugkörpern an Stahlseilen hin und her. Die Moorkultivierung und Melioration von Böden (Heiden) war über Jahrzehnte ein großes Geschäft in Norddeutschland und bei uns. Die Fa. Ottomeyer/Steinheim mit verschiedenen Niederlassungen war einer dieser erfolgreichen Pioniere. Die Zahl der Dampfmaschinen bzw. Lokomobile summierte sich auf 1000 Stück allein in Westfalen.


Später verkaufte die Familie Ottomeyer (die aus Lippe stammt) Schlepper mit normalen Verbrennungsmotoren und wurde zum Lanz-Vertragshändler (später John Deere). Auch ein Autohaus (Fiat) kam hinzu. Die Firmengeschichte endet um 2000.