Die Bitttage mit einem Flurumgang sind christliche Gebets- und Prozessionstage in den drei Wochentagen vor dem Fest Christi Himmelfahrt.

In Brakel waren diese Linden mit den dazu gehörigen Bildstöcken Ziel einer Prozession:

  • Montag: Ostheimer Linde an der Straße nach Erkeln
  • Dienstag: Lütkerlinde (Marienlinde) Bökendorfer Straße
  • Mittwoch: Antoniuslinde (Flechtheimer Feld) 
Vgl. Hubertus Halbfas, Führer Kleiner Führer St. Michael Brakel, hrgg. Katholisches Pfarramt 1961


Während dieser Prozessionen wird um eine gute Ernte gebetet, um die Abwehr von Gefahren und Gottes Segen für Wachstum und Gedeihen.  Auch Heiligenstatuen sind oft Stationen, sie werden als Fürsprecher angerufen. Die Prozessionen werden von der katholischen Kirche begleitet.

Auch in den Gemeinden des Pastoralen Raumes Brakel Land gibt es noch Bittprozessionen, heute meist eher unregelmäßig. Teilweise treffen sich die Gläubigen zweier Orte auf ihrem Weg durch die Gemeinde an einem Ort zwischen diesen.
 
1987 wurde die Tradition für das fast 4 Meter hohe Waldkreuz "Großer Gott" in Rheder (Rh 1) wiederbelebt. Dort treffen sich seitdem Gläubige zum Gottesdienst am Pfingstsonntag in der Nähe der Antoinettenburg auf 250 m Höhe.