todesanzeige kreuz 1

Todesanzeigen von Landwirten werden in der Regel noch heute mit dem

Kreuz und Getreideähren versehen.

Manche Gedenksprüche sind mir ins Auge gefallen.

todesanzeige kreuz 2

"Die Arbeit auf Feld und Weisen war dein Leben.

Viele Freude hat dir die Natur gegeben.

Deine Kräfte gingen nun zu Ende

und Gott nahm dich in seine Hände."

(Marienmünster 2016)
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"Gern habe ich Wiesen und Äcker bestellt,

gern holt ich das reife Korn vom Feld.
Gern möchte‘ ich noch einmal die Feldwege gehen,
doch, Herr, dein Wille, lass ihn geschehen."
(Bad Driburg, Steinheim 2016)
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"Bescheiden war dein Leben,

fleißig deine Hand.
Friede hat dir Gott gegeben.
Ruhe sanft und habe Dank."
(Steinheim 2016)
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"Du siehst die Felder nicht mehr grünen,
auf denen du einst so froh geschafft,
siehst deine Pflanzen nicht mehr blühen,
weil dir der Tod nahm deine Kraft."
(2014, Menne 2017)
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"Noch einmal möcht' ich durch die Wälder geh'n
und dort das Rehwild äsen seh'n.
Noch einmal draußen stehen und lauschen,
wenn die reifen Ähren im Winde rauschen."
(Amelunxen 2016)
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"Es muss eine besseres Jenseits geben,
sonst wäre das Abendrot nicht so schön"
(Steinheim 2016)
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Man sieht die Sonne langsam untergehen
und erschrickt doch, wenn es dunkel wird.
(F. Kafka/Godelheim 2017)
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Wie gern bin ich gewandert durch Feld und Wald und Flur,
Nun bin ich hingegangen zum Schöpfer der Natur.
(Peckelsheim 2017)
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Das ist der alte Bauernschlag, 
Gebet und Arbeit Tag für Tag.

Das kleine Dorf war seine Welt
und seine Werkstatt war das Feld.

Sein Wort war Glaube wie die Saat,
sein Lebensweg war furcheng'rad.

Er lebte still - er starb still.
Sein letzter Wille “wie Gott will“.

(Rösebeck 2017, Godelheim 2017)

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