Die Höfeordnung hat als Ausgangspunkt diese Form der Erbschaftsreglung: In Norddeutschland geht ein Hof an den ältesten männlichen Erben (Anerbenrecht). Weichende Erben erhalten eine Entschädigung. Die nachgeborenen Bauernsöhne mussten als Knecht arbeiten, einen anderen Beruf versuchen oder abwandern. Ursprünglich beinhaltete die Höfeordnung eine gewisse Mindestgröße: Die Familie sollte vom eigenen Hof leben können.

Am 29. September 1933 wurde die Höfeordnung durch das einheitliche Reichserbhofgesetz abgelöst. Sie wurde mit ideologischen Zielsetzungen vom reinen deutschen Bauerntum verknüpft. Als Erbhöfe werden (unabhängig von Lage oder betrieblicher Ausrichtung) Bauernstelle bezeichnet, die ein Größe zwischen etwa 5 und 125 ha hatten. Ursprünglich war an eine Fläche von 7,5 bis 10 ha als Normgröße gedacht, die zur Ernährung einer Familie ausreichte sollte (vgl. Ernst 1985).

 

1947 wurde die alte Regelung wieder her gestellt und 1976 durch eine bundeseinheitliche Höfeordnung mit ländespezifischen Ergänzungen abgelöst.

Im Grundbuch ist vermerkt, ob ein Hof der Höfeordnung unterliegt oder nicht.