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 Kennzahlen und Feldflur Auenhausen (2015) 

Höhe Fläche Einwohner Feldflur
m ha Anzahl LF Acker Grünland
286 379 118 330 307 23

Lage

Auenhausen ist eines der drei Dörfer auf dem Höhenzug der Hegge. Ein guter Teil der Feldflur liegt über 300 m. Der Bannenbergbach entspringt einer flachen Mulde und fließt am gleichnamigen Berg als Jordan Richtung Borgholz.

Boden

Gute Ackerflächen (60 Punkte) sind vorhanden, aber die Bandbreite reicht von 20-70Bodenpunkte. In Jahren mit Sommertrockenheit zeigen sich die Stellen mit dünner Bodenauflage besonders deutlich.

Acker/Grünland

Die Landwirtschaftsfläche beträgt 330 ha, welches fast alles Ackerflächen sind.

Zur Geschichte

Auenhausen hat 5 Niekammer-Höfe im Adressbuch von 1931, also eine gute Betriebsstruktur und Ausgangsbasis. Auffallend ist, dass 3 der 5 Adressaten keine Angaben zur Viehhaltung gemacht haben. Eine gewisse Vorsicht ist hier schon zu erkennen, während die anderen Orte vollständig gemeldet haben.

Auenhausen hat gut 30 Gebäude im alten Dorf, sie wurden wohl alle für die Landwirtschaft genutzt. Durch mehrere Aussiedlungen konnten sich die Betriebe im Ort erweitern.

Zwei Jahre sind militärhistorisch mit Auenhausen direkt verbunden.


1907 war das große Kaisermanöver am 8./9. September. Kaiser Wilhelm II höchstselbst besuchte das Biwak und schaute vom Bannenberg in die weite Fläche mit den Truppenbewegungen. Da noch keine Panzer im Einsatz waren, war der Flurschaden durch damals sicher noch überschaubar.

1955 baute die Royal Air Force der Briten eine Radarstation auf dem Hegge-Plateau auf "Höhe 318" 400 m vom Ort entfernt. Die Anlage, die einen Kontrollradius von über 400 km ringsum besitzt, wurde im April 1959 von der Bundeswehr übernommen. Der Der "Abgesetzte Technik Zug 242" betreut fünf Radarstationen, eine davon in Auenhausen. Das Großraumradargerät wird laufend modernisiert und ist heute zeitweise unbemannt, d. h. es läuft automatisch.

Die Pläne des Militär und die angekündigte Zwangsenteignung führte zu einem Bauernaufstand von Auenhausen. 14 (meist Klein-) Bauern gingen auf die Barrikaden und demonstriert mit heftigem Protest gegen die Anlage. Es ging um einen "Kampf auf Leben und Tod um Höhe 318". Die Bauern verteidigten mit Knüppeln ihre Flächen, als ohne Vorankündigung oder Enteignungsbescheide die Bautrupps im April/Mai anrückten. Gut 15 ha gingen verloren und die Fläche sollte zunächst ohne Ersatzland enteignet werden.


In einem Flurbereinigungsverfahren mit Flächen vom 3 km entfernte Charlottenhof wurd schließlich eine einvernehmliche Lösung gefunden. Es gab mehrere Aussiedlungen und die frei werdenden Höfe wurden i. d. R. von den Nachbarbetrieben übernommen, was zu einer moderneren Betriebsstruktur führte.


So konnten die Wogen wieder geglättet werden und ein friedliches Miteinander von Zivilbevölkerung und Militär entstehen. Ein jährlichen Neujahrsempfang in Auenhausen festigt die Beziehungen zwischen Bundeswehr, Politik und Verwaltung. Weitere Informationen zum Verlauf und der politischen Sitaution in einem weiteren Beitrag hier.

Kulturlandschaft

Besondere Hinweise liegen nicht vor.