Gerade in landwirtschaftlich fruchtbaren Gebieten sind archäologische Funde nicht selten. Sie sind teilweise seit der Steinzeit besiedelt und haben im Mittelalter auch Wüstungsprozesse erlebt und Veränderungen. Beim Pflügen kommen manchmal Keramik, Mauerreste, Münzen u. a. zutage. Dafür besteht Meldepflicht und zwar gegen über der Unteren Denkmalschutzbehörde, das ist die Stadt Brakel. Sie wird beraten von einem bestellten ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger.

 

Keine Angst, zu handfesten (und bauverzögernden) Ausgrabungen kommt es nur in ganze selten Fällen und wenn, dann wird entschädigt! Nebenbei: Die Funde gehören in NRW zur Hälfte dem Finder und zur anderen Hälfte dem Eigentümer der Grundstückes.

Manchmal lassen sich auch durch Luftbilder historische Siedlungsanlagen erkennen. So waren Wallburgen von später verfüllten Gräben oder Palisaden umgeben, die teilweise durch besseren Wuchs von der Umgebung abheben. Durch Befliegungen und Infrarotaufnahmen (in Brakel: Alfons Koch!) konnten bemerkenswerte Orte lokalisiert werden. Zum Beispiel der Erdwall von Erkeln aus der Jungsteinzeit.


Sondengänger sich Hobbyarchäologen oder Schatzsucher, die mit Metalldektektoren den Acker ablaufen und sich über jeden Piep freuen: historische Metallteile, Funde aus der Bronze-, Eisenzeit, auf dem Mittelalter sind begehrt. Für die Sondierungen ist bei un eine Erlaubnis des Kreises Höxter erforderlich. Funde werden von der LWL-Archäologie begutachtet und bleiben beim Finder. Nur in Ausnahmefällen werden sie in öffentliche Archive aufgenommen. Der LWL bietet auch Schulungen an und trägt so zur Wahrnehmung und Beachtung des kulturellen Erbes bei. 

Vgl. www.lwl-archaeologie.de
Hagen Tschirr (aus Istrup) ist öffentlich bestellter Bodenkmalpfleger in Brakel