Friedrich Bratvogel (1952): Der Kreis Höxter. Kreis und Stadthandbücher des Westfälischen Heimatbundes, Regensberg/Münster

In dem konzentrierten Überblick des Kreises Höxter steht etwas zum Hausbau auf S. 55-56. Hier in Kurzform widergegeben.

Die Bauernhäuser er Region gehören zum Typ des niederdeutsches Hallenhauses.


Giebelseite
befindet sich zur Straße hin und hat eine großtürige Einfahrt als Kennzeichen. Hinter dem großen Torbogen befinden sich Diele mit Viehständen links und rechts. Die Wohnräume liegen im strengen Fall hinten. Später wurden Teile der Wohnung auch nach vorn verlegt. Auf einer Seite das Wohnzimmer mit Blick auf die Straße.

Das Fachwerkhaus ist ein Holzrahmenbau. Beim Vierständer-Haus tragen vier senkrechte Balken die Dachkonstruktion und die Dielenquerbalken reichen bis zur äußeren Seitenmauer.


Das Fachwerk besteht aus Balkenwerk, Haustüren, Torstiele, Rähmen und Kopfbändern (Knaggen). Schmuckelemente wie Rankenwerk, Figuren und christliche Ornamente sowie Inschriften am Hauptquerbalken und Torrahmen sind verbreitet


Wegen der engen Hoflage in den Dörfern entwickelten sich die Häuser nicht die Weiträumigkeit der Höfe des Münster- und Ravensberger Landes. Auf geringem Baugrund konnten durch zweigeschossige Bauweise ausreichend Wohn- und Wirtschaftsraum geboten werden.

 

     
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