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AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH

Adresse: Warburger Str. 28, 33034 Brakel


Geschäftsführer:

Dirk Ungerland

Vorgänger: Johannes Hofnagel (2002-17), Wilhelm Wethmar, Wietheger, Becker.


Internet
: www.agravis-ostwestfalen.de

E-Mail


Motto
: "Wir helfen wachsen"

Foto: Tag der Landwirtschaft Juni 2014

Die AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH ist ein modernes Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Brakel. Daneben gibt es in der Region weitere fünf Betriebsstellen: Beverungen (Markt), Borgholz (Kraftfutterwerk), Eissen, Trendelburg, Warburg (mit Markt) und Dössel. 2017 Fertigstellung des neuen Agrarhandelsstandort in Hohenwepel für 8 Mio Euro. Warbrg und Eissen werden aufgegeben. 

Von Brakel aus wurden früher auch Lager in Bökendorf und Gehrden betrieben.


Die Produkte des Kornhauses umfassen alle Bereiche der landwirtschaftlichen Produktion: Dünger, Pflanzenschutz, Futtermittel, Saatgut und Energie. Neben dem allgemeinen Service gehören Dienstleistungen wie Produktberatung und Bereitstellung von bestimmten Maschinen dazu.

tdl kornhaus brakel 1406 7Im angegliederten Raiffeisen-Markt gibt es Dinge für Haus und Hof, Garten (einschließlich Pflanzen), Reitsport, Haustierbedarf und Funktionskleidung für Arbeit, Jagd und Freizeit.

Der Strukturwandel der Landwirtschaft, die Änderungen des Marktes und die technischen Möglichkeiten verlangen ständige Anpassung und Weiterentwicklung. So sind einige Großprojekte des Unternehmen bereits in Planung und Umsetzung.

Der AGRAVIS-Konzern ist 2004 durch den Zusammenschluss der Raiffeisen Central-Genossenschaft Nordwest eG in Münster (mit Oldenburg und Osnabrück 1990) sowie der Raiffeisen Hauptgenossenschaft Nord AG in Hannover entstanden. Um Kernsegment gehört auch noch Agrartechnik und Bauservice. Der Konzern erwirtschaftet (2015) mit 6.100 Mitarbeitern mehr als 7,3 Mrd. Euro Umsatz und besitzt ca. 400 Standorte. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster (Industriestraße 110).



Ackerbautag in der Stadthalle Brakel seit 2008

2008 Lütke Brochtup Neuer Wettbewerb und landwirtschaftliche Produkte
2009 Prof. Dr. Isermeyer Turbulente Agrarmärkte
2010 Dr. Schönberger Warum stagnieren die Getreideerträge?
2013 Michael Horsch Landwirtschaft in éiner globalisierten Welt
2014 Prof. Dr. Olfs Handlungsoptionen
2015 Dirk Bensmann Agrarhandel in Deutschland
2016 Thomas Mielke Aussichten Rapsmarkt
2017 Prof. Dr. Ulrich Nöhle Tierwohl - Menschenwohl. Die doppelte Moral von Verbrauchern und Industrie


Agravis-Feldtag in Großeneder

Seit 2004 führt Agravis-Kornhaus Brakel in Großeneder einen Feldtag zusammen mit der Landwirtschaftskammer durch. Dabei werden Sortenversuche Getreide, Raps, Mais gezeigt, Parzellen mit Düngungs-und Pflanzenschutzversuchen. Technik wie Schlepper und Geräte sowie Betriebsmittel werden gezeigt. Der Feldtag wird von mehreren hundert Landwirten aus dem ganzen Kreis besucht.

NW v. 22.07.2017: "Feldtag in Großeneder" mit 2 Fotos



Weitere Meldungen

NW v. 01.08.2017: "Nur wer kippen kann, darf liefern"... Neues Agravis-Kornhaus seit wenigen Tagen in Betrieb ... mit Fotos


NW vom 10.11.2016: "Kornhaus investiert 8 Millionen Euro: Neubau in Hohenwepel
Die Agravis-Standorte Warburg und Eissen werden zusammengeszogen. Ein Neubau zwischen Dössel und Hohenwepel schafft mehr Platz und erlaubt eine schnellere Abwicklung. - Der moderne Agrarhandelsstandort in Dössel enthält: 4 Getreidesilos à 22.000 to, 1 Düngerhalle 6.000 to, 1 Flüssigdüngerlager 1.400 to, 1 Pflanzenschutzmittellager 100 to. Über den Baufortschritt wird in den sozialen Medien berichtet, jeweils mit Luftbild.

2017 (August): Agravis überschreitet die Landesgrenze nach Hessen

In einer Pressemeldung der AGRAVIS Münster heißt es: „Die AGRAVIS Raiffeisen AG wird neuer Hauptgesellschafter an der Rörig-Hartig & Co. Landwarenhandel GmbH mit Sitz im nordhessischen Wolfhagen. (…) Unmittelbar angrenzend an das Arbeitsgebiet der Tochtergesellschaft AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH sei der Mehrheitserwerb von Rörig-Hartig ein wichtiger Baustein, um die regionale Präsenz der AGRAVIS zu festigen und sich als schlagkräftiger Agrarhandelspartner für die Landwirtschaft in Ostwestfalen und Nordhessen im Markt zu behaupten.“

Weiter Stichworte sind: 30 Mio Jahresumsatz, 40 Mitarbeiter, 7 Außenstellen. Die Firma Rörig-Hartig blickt auf eine 85-jährige Firmengeschichte.

 


Zur Geschichte und zum Standort Brakel

Die erste Niederlassung der Raiffeisengenossenschaft war an die Driburger Straße auf der anderen Seite der Bahnlinie.  Die Genossensschaft übernahm 1936 das Gelände des Landhandels Weiler-Flechtheim-Heineberg, die damals im Rahmen der Judenverfolgung verkaufen mussten. Sie hatten 1925 ihren Getreide-, Samen- und Düngerhandel hier aufgebaut. Es gab einen eigenen Bahnanschluss, der bis ca. 1965 für Düngerlieferungen und Getreidetransporte genutzt wurde.


Der erste Gewerbebetrieb an diesem Ort waren die 1911 gegründeten Chemischen Werke der Firma Henkel & Baertling, Holzminden ("Essigfabrik"). Sie stellten hier Holzkohle und Holzessig her. Die Firma machte auch durch Umweltskandale Schlagzeilen. So zogen Abgase bis in die Stadt (besonders: Gänseanger) und auch das Wasser der Nethe wurde so belastet, dass Kühe bis Ottbergen nicht mehr daraus getränkt werden durften.


kornhaus driburger str 2016  

a wcg 1929

Die alte Genossenschaft in der Driburger Straße wurde bis um 1970 noch als Düngerlager und Verkaufsstelle genutzt. Laderampe, Rolltore und ein Keller darunter sind noch vorhanden. Hier wurde zuletzt Kalkstickstoff (gemahlen und in Säcken) gehandelt, der wegen seinen Nebenwirkungen auf Schädlinge und Unkräuter eine große Rolle spielte. Heute ist er gekörnt und hat immer noch seine Abnehmer.   
Dann übernahm Fa. VW-Seibert das Gebäude.
  Werbeanzeige der Genossenschaft in der Festschrift Brakel 1929.

 

31.08.1979 „Großbrand beim Kornhaus“

So steht es in der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Brakel und dass Wehren aus der ganzen Umgebung im Einsatz waren. Was war passiert? Ein damaliger Mitarbeiter schildert es so:

Die Getreideernte war gerade vorbei, der letzte Hafer wurde vom Sumpf in die Silos befördert. Beim Ausschalten des Elevator war der Sterndreieckschalter wohl defekt, so dass es zum Heißlaufen kam. Das Feuer am späten Nachmittag breitete sich rasch aus und erfasste den ganzen Lagerbereich einschließlich Trocknung, Mahl- und Mischanalagen. Wasser musste aus der etwa 1 Kilometer entfernten Nethe gepumpt werden. Schließlich lagerten auf dem Gelände auch Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel und deshalb war dieser Großeinsatz der Feuerwehr notwendig.

https://feuerwehrbrakel.de/einheiten/loeschzug-i/brakel/chronik-brakel.html