Die Schlossbrauerei Rheder ist über 330 Jahre alt. Der Fürstbischof von Paderborn gewährte Frhr. Falcko a rheder 1929von Mengersen 1686 das Braurecht für die "Gräfliche von Mengersen'sche Dampfbrauerei". Es entstand die Brauerein mit zwei eigenen Quelle die mit einer Natur-Kelleranlage. Sie ist neben der 1710 erbauten Mühle auf der anderen Nethseite zu finden. In den Eiswiesen wurde Eis hergestellt.


Die Brauerei hat 1990 ca. einen Ausstoß von 30.000 Hektoliter. 2015 werden von 25 Mitarbeitern 25.000 Hektoliter Bier gebraut (Ldw. Wochenblatt 19/2016). Zur Einordnung: Als Großbrauereien gelten Brauereine ab 200.000 Jahresausstoß.


Die eigentliche Brauerei ist in die Vorburg der Gutsanlage integriert, an deren Gestaltung von 1727 auch der junge Johann Conrad Schlaun, der berühmte Barockbaumeister mitgewirkt haben soll. Direkt an der Nethe befanden sich die Eisteiche und der Nordhang des Berges ermöglichte die Anlage eines kühlen Kellers. Dort herrschen ganzjährig 0 bis 2 Grad und Bierlagerdauer beträgt acht Wochen.


Das Wasser kommt aus zwei Quellen und muss als kalkreiches Wasser (24 Grad deutsche Härte) erst enthärtet werden. Die Braugerste stammt von den Feldern auf der Hochfläche. Der Standort erlaubt einen Anbau für das Ziel guter Ertrag und geringer Stickstoffgehalt.


Nach dem Tod von Elmar von Spiegel 20114 sind 80 Prozent der Anteile an die Brauereifamilie Sauer aus der Nähe bei Augburg verkauft worden, die sich auf die Herstellung von Regionalmarken spezialisiert haben. Auch die Brauerei Bergbräu Uslar gehört der Firmengruppe.


Die Tradition der großen Hoffeste im Frühjahr und Herbst wird fortgeführt.

rheder brauerei werbung 1605    
Feldscheune bei Hampenhausen 2016: In der Nähe wächst Braugerste   Bild

NW v. 03.09.2017: Artikel zum Bockbieranstich 2017 mit Informationen zum neuen Braumeister und dem Craft Beer für Australien.