Hembsen, Langestraße 32 , 33034 Brakel

Eigentümer

Harald von Kempski / davor Familie Gunst


Person/Familie
Jürgen von Kempski-Racoszyn heiratet Frau Valerie geb. Gunst.
Jürgen von Kempski war Universalgelehrter und als Prof. Dr. Dozent an der Universität Münster.
Sohn Harald und Frau Astrid von Kempski (Berlin) übernehmen das Anwesen.

Hofgeschichte

Ursprünglich Hof der Asseburger als Wasserburg angelegt.
Dann war er im Besitz der Patrizierfamilie Flörken aus Brakel, weitere Eigentümer folgen.

1833 Karl Ferdinand Gunst heiratet Anges Sophie Stricker geb. Flörken. Die Patrizierfamilie Gunst stammt aus dem Raum Fritzlar und ist mit dem Gut Beller verbunden.

Franz Gunst war als Königlicher Ökonomierat ein einflussreicher Mann (er verkehrte bis zum Kaiser Wilhelm II.) und bekam Auszeichnungen z. B. für Saatgutvermehrung von Zuckerüben (1909). Er war auch Aufsichtsratsvorsitzender der Zuckerfabrik Brakel. Gutsanlage und Herrenhaus (Schloss) werden ergänzt und erneuert.

Ehefrau Elisabeth Gunst übergibt das Gut 1942 an ihre Tochter, nachdem der Sohn in Russland gefallen war.

1942 Valerie Antoinette Gunst heiratet Jürgen von Kempski Racoszyn. Die Familie entstammt dem polnischen Uradel und hat auch eine preußische Linie. 

1964 Übergabe des Gutes an Enkel Harald von Kempski.

Das Gut ist verpachtet. Ein Pächter war ein Herr von Weichs. Letzter Pächter war ein Wolf-Sebottendorf, der auch aus einer Adelsfamilie stammt. Die Feldscheune geht mit etwas Fläche an eine Landwirt aus Ottbergen.

Um 1972 werden die Länderein an die Siedlungsgesellschaft verkauft. Die Flächen dienen dem Bau der Umgehungsstraße B 64 und dem großen Flurbereinigungsverfahren.  

2008 Tag des offenen Denkmals auf dem Gut mit großem Andrang aus Hembsen und den Nachbarorten

2014 Gut Hembsen wird Veranstaltungsort der Reihe "Wege durch das Land" und Frau Astrid von Kempski nimmt an der WDR-Serie "Von und zu lecker" teil.

2016 Die Familie von Kempski verabschiedet sich mit Kaffee und Kuchen von Nachbarn und Personen aus Hembsen und Umgebung. Sie verkaufen die Anlage schweren Herzens aus familiären Gründen.

2016 Verkauf von Schloss mit Hof und Wald an die Kulturstiftung Schröder (Manfred O. und Helga Schröder), die die Vereinigte Museen Wasserschloss Neuenheerse betreibt. Das Schloss besteht aus 4 Wohnungen. Die Gebäude werden zur Lagerung von Exponaten genutzt.

WB vom 22.09.2016: "Familie von Kempski verkauft Schloss Hembsen mit Hof und Wald an Kulturstiftung Schröder"


Baugeschichte

Die gesamte Anlage steht heute unter Denkmalschutz. Einige Daten aus der Geschichte:

1750 Bau eines Herrenhauses in der Hofanlage

1843 Bau des neues Herrenhauses und der Wirtschaftsgebäude

1910 Ausbau Herrenhaus im neuen Stil. Ein Mansarddach wird aufgesetzt und die geschwungene Treppe wird zum neuen Markenzeichen. Aus dem Herrenhaus wird ein kleines Schloss.

1933 Ein Brand vernichtet vor allem die Dachflächen, die dann mit Ziegeln (vorher Sollingplatten) gedeckt werden. Auch die überdachte Hofeinfahrt fällt weg.

2010 Umfangreiche Sanierung von Schloss, Dach und der Wirtschaftsgebäudes mithilfe von Fördermitteln. Eine Scheune wird als Veranstaltungsscheune ausgebaut. Schloss und Anlage werden (Wochenend-) Wohnsitz und Veranstaltungsort.

Die Familie Gunst hatte ursprünglich einen eigenen Friedhof. Heute ist er integriert in den örtlichen Friedhof.

Hier  finden sich Informationen der Internetseite Schloss Hembsen von ca. 2010. Hier gibt es auch zahlreiche Fotos.