Lage und Beschreibung

Der Rustenhof liegt gut 500 m Luftlinie östlich oberhalb der Bahnstrecke. Hier ist der Bahnübergang zum Rustenberg nach Brakel. Von hier aus für der Weg im rechten Winkel auf die Aa zu, um dort wieder entlang des Gewässers zu führen. Der Rustenhof ist eine kleine Hofanlage. Das Forsthaus daneben (Fachwerkaufsatz) wurde als Außenstelle der privaten Forstverwaltung gebaut. 

Historische Hinweise

Eine besondere Darstellung des Rustenhofs ist nicht bekannt, deshalb folgen hier nur wenige Inromations-Bruchstücke.

1372 Erwähnung des Rustenhofs als Neben- und Alterssitz (Leibrenten-Sitz) der Asseburgern (Chronik Istrup)

1722 Erbauung der schön gestalteten Rustenkapelle. Im Portal die Wappen der Familien von Asseburg und von Wolff-Metternich (s. unten) 

1750 ca. Erbauung eines geräumigen Steinhauses als Witwensitz/Leibrentensitz. Den Türbalken ziert ein bemerkenswerter Spruch von Horaz über die richtige Lebensart.  

1785 Ein Stabeisen-Hammerwerk wird beim Rustenhof betrieben. Vgl. Aufstellung der Hammerwerke im Bistum Paderborn. Siehe Chroni Riesel (CD) S. 20.  

1931 Verkauf von Hof und Wald Triftholz und Rieseler Berg an das Haus von und zur Mühlen in Merlsheim

1889 In diesem Jahr starb Graf von Bocholtz-Asseburg auf dem Rustenhof. Man fand ihn eines Morgens tot im Bette liegen. Tiefe Trauer herrschte in ganz Istrup, da derselbe für die Kirche viel getan hat. (Chronik Istrup)

Die Gebäude Rustenhof sind heute vermietet.

Personen

1850 ist Familie Pieper dort. Herr Pieper ist Ortsvorsteher 1851 und ist 1949 Mitglied im Club Brakel (vgl. BSR 4/1988).
1889 In diesem Jahr starb Graf von Asseburg auf Rustenhof. Man fand ihn eines Morgens tot im Bette liegen. Tiefe Trauer herrschte in ganz Istrup, da derselbe für die Kirche viel getan hat (Chronik Istrup).
1956-58 Konrad Wigge, Revierförster Rustenhof

2015 Förster Reinhard Schlüter ist Jagdaufseher.

 Zum Rustenhof gehören

  • das Bahnwärterhaus (heute Wohnhaus, Rustenhof 1) an der 1864 eröffneten Bahnstrecke Altenbeken-Kreiensen.
  • Darunter das Forsthaus (Rustenhof 3)
  • Herrenhaus, Witwensitz (Rustenhof 5), Massivbau, zweigeschossig, eine Art Wehrbau von ca. 1750. Türspruch [1]
     

In der Nähe steht die 1723 von Constantin von Asseburg und seine Frau Lucia Odilia von Wolff Metternich erbaute St. Bartholomäuskapelle, von den Eheleuten Ernst-Konstantin von Asseburg und Odilia von Wolff-Metternich gestiftet. Über der Tür das Allianzwappen der Asseburger und der von Wolff-Metternich. Beide mit dem Wolf als Wappentier. 
Eine große Renovierung erfolgte 1987: "Sie wurde durch den jetzigen Besitzer Freiherr von und zu Mühlen in Merlsheim mit einem Kostenaufwand von etwa 35.000,- DM von innen und außen instandgesetzt". (Chronik Istrup).

Martin Koch 2019

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 Warum das Haus als Burg oder Gorilla bezeichnet wird, ist mir nicht bekannt.    

 

Literatur

 Erstes Foto von Baudenkmäler Brakel Wikipedia und von dem Link https://www.istrup.de/virtueller-rundgang-durch-istrup/rustenhof/rustenhof.html. 2017 10 25 10 05 17 Greenshot                      

[1] Hier der Türbalkenspruch Rustenhof 5 in Latein und in einer Nachdichtung

VOS SAPERE SOLOS AIO BENE VIVERE, QUORUM - CONSICITUR NITIDIS FUNDATA PECUNIA VILLIS
HORAT(ius) – LIB(ri) EPIST(ula) = Horaz – Briefe (7. Brief)

Doch stößt mir etwas Bess’res auf, / sogleich wird umgestimmt und nun behaupt‘ ich laut, / dass niemand weise sei und wohl zu leben verstehe / als ihr anderen, deren wohl begründete und fruchtbare Kapitale aus fetten Gütern und entgegen glänzen.