Schlagworte zum Strukturwandel sind z. B. „Wachse oder weiche“ und „Früher ernährte ein landwirtschaftlicher Betrieb 10 Menschen – heute 1.000“


Seit den 1950-er Jahren durchlebt die Landwirtschaft einen grundlegenden Strukturwandel. Die Veränderungen betreffen vor allem die kleinen und vielseitig aufgestellten Betriebe. Ohne ausreichendes Einkommen aus der Landwirtschaft müssen sie irgendwann aufgeben oder sie steigen gezielt aus, wenn die Rahmenbedingungen günstig sind.


Die wesentlichen Impulse für den Strukturwandel kommen von außen:

  • Die notwendige Spezialisierung auf wenige Produktionszweige und Vergrößerung
  • Eine effektivere Produktion durch Nutzung des biologisch-technischen technischen Fortschritts
  • Zusätzliche Tätigkeitsfelder und Einkünfte, z. B. seit 2000 auch durch Photovoltaik, Biogas und Windkraft

Größenordnung des Strukturwandels in Westfalen-Lippe bzw. NRW 
Die Fluktuation liegt lange Zeit bei 2 bis 3 Prozent
Ab den 1990-er Jahren Anstieg auf 3 bis 5 Prozent 

Ab 2010 verlangsamt sich der Wandel auf 1 Prozent 

Die Betriebe wurden größer, auch sichtbar an der bewirtschafteten Fläche. Sie betrug 1988 noch 47,5 ha, 1996 waren es schon 72,5 ha je Betrieb.


Hier geht es zur Zwischenbilanz 2010 zu 2010: Geringer Strukturwandel trotz anhaltender Krisensituation in einigen Produktionszweigen. Das Wochenblatt 17/2017 schreibt "Jeder Zehnte mehr als 100 ha." Seit dem Jahr 2010 sind im Schnitt jährlich nur 1 Prozent der Betriebe ausgeschieden. 


Hier geht es zu der Broschüre der Landwirtschaftskammer NRW "Zeitreihen zur Landwirtschaft in NRW 1960 bis 2014".