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Knapp 5 % der landwirtschaftlichen Fläche in NRW werden "biologisch" bewirtschaftet. Das sind 1800 Biobetriebe mit 77 ha Nutzfläche im Schnitt (Mittel 2009-15). Das ergibt zusammen 138.000 ha. Bundesweit liegt der Anteil bei 6,5 % (2015).

Ergänzung vom Juli 2017: Bio auf Rekordhoch (Aus den offiziellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland)

Der ökologische Landbau in Deutschland ist 2016 überdurchschnittlich stark gewachsen. Besonders hoch ist der Anstieg bei der ökologisch bewirtschafteten Fläche 1.251.320 Hektar, ein deutlicher Zuwachs von 14,9 Prozent. Die Zahl der ökologisch erzeugenden Betriebe betrug 27.132, das waren 9,6 Prozent mehr.“ Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: „Mein Ziel ist, dass auf 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch gewirtschaftet wird, um den wachsenden Bedarf an Bio-Lebensmitteln stärker durch heimische Öko-Produkte abdecken zu können.“ 

August 2017 geht das neue Internetportal über den Biolandbau an den Start. In der Pressinformation heißt es: „Mit der Neugestaltung des Portals tragen das NRW-Landwirtschaftsministerium und die Landwirtschaftskammer NRW der Entwicklung des Ökologischen Landbaus in NRW Rechnung. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche stieg 2016 auf 77 990 ha. Das entspricht einem Zuwachs von 12,5 % gegenüber dem Vorjahr.“ Das sind 5,3 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW. www.oekolandbau.nrw.de

 

AMI BLE grafik oekolandbauDeutschland okt2016Zur Wirtschaftsweise
Biobetriebe verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger. Für die Stickstoffversorgung des Bodens und der Pflanzen sorgen Mist, Gülle und Leguminosen. Die Tierhaltung ist mit weiter gehenden Auflagen gebunden, sie soll artgerechter sein. Konventionelle Futtermittel dürfen nicht verwendet werden, es dürfen nur (teure) Biofuttermittel sein.

 

Ertrag
Ökologisch angebaute Kulturen haben einen deutlich geringeren Naturalertrag und sind höheren Ertragsrisiken unterworfen. Außerdem kommen Verkaufsfrüchte aus Gründen der vielseitigen Fruchtfolge nicht jedes Jahr vom Acker. Deshalb bekommen Biobetriebe auch höhere Beihilfen in Form von EU-Prämien.

 

Kreislaufprinzip: Dies gilt heute nur noch eingeschränkt. Es gibt mittlerweile reine Marktfruchtbetriebe ohne jede Tierhaltung. In den Betriebsauswertungen haben Betriebe mit 0,5 DE/ha (Dungeinheiten) die besten Erträge.

 

Wirtschaftlich können sie sich laut Auswertungen mit konventionellen Vergleichsbetrieben messen, aber sich auch nicht wirtschaftlich besser darstellen.

In Brakel-Kernstadt gibt es nur einen klassischen Biobetrieb. Seit etwa 1995 wird er Wildhäuser Hof in Brakel-Modexen ökologisch bewirtschaftet (Bioland). Anna Sophie Fehring hat den Betrieb übernommen und seit 2012 die Direktvermarktung für Eier, Fleisch, Wurst, Saft u. a. aufgenommen.

 

Im gesamten Stadtgebiet gibt es weitere 6 Biobetriebe, die die EU-Förderbedingungen erfüllen. Das geht aus der landwirtschaftlichen Haupterhebung von 2010 hervor.


Hiergibt es weitere Informationen wie Grundsätze, Umstellung  und Technik in der ökologischen Landwirtschaft. Auf der Seite "Ökolandbau" des aid.

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Der Wagen von Biobauer Hartmann (und Partner) aus Haarbrück ist auf dem Brakeler Wochenmarkt eine Institution seit vielen Jahren. Und 2016 gab es sogar einen neuen Verkaufswagen. Jutta Sträter heißt die immer freundliche Frau von Hubertus Hartmann. Weiterhin viele Erfolg mit Fleisch, Wurst, Käse in Bio-Qualität!
Hier geht es zur Internetseite des Hofes:
http://www.hofladen-bauernladen.info/adressen/biohof-hofladen-beverungen-biolandhof-hubertus-hartmann__1482.php
NW v. 16.08.2017: "Der rollende Hofladen", Reihe "Gesichter des Wochenmarktes". Jutta Sträter stellt Sortiment und Herkunft vor. Der Artikel ist nicht online.