boden erosion 02 vinse

 

Seit 2010 gibt es eine Landeserosionsschutz-Verordnung zum Schutz des Bodens vor Erosion durch Wasser und Wind. Die Winderosion spielt hier keine Rolle, aber die Bodenerosion durch Wasser ist in unserem hügligen Gelände wie in den anderen Teilen von Ostwestfalen-Lippe ein Problem. Die Verordnung unterscheidet zwischen:

„CCWasser1“ (86.000 ha) und

„CCWasser2“ (38.000 ha)

Für diese festgesetzten Gebiete gibt es Vorgaben für die Bodenbearbeitung. Es gilt ein generelles Pflugverbot vom 1.12. bis zum 15.02., Ausnahme: Pflügen quer zum Hang.

Bei CCWasser2 kommen weitere Einschränkungen hinzu: je nach Hanglänge werden nachfolgende Aussaat für bestimmte Reihenkulturen wie Mais und Zuckerrüben festgelegt. Drei Meter breite Grünstreifen sind ein Baustein in diesem Zusammenhang.

Ab 2017 gilt ein Pflugverbot nach Grünroggen als Winterzwischenfrucht vor Mais.

 

Hier ein Artikel der NW v. 16.07.2017: "Ein Pilotprojekt schützt Dörfer vor Überschwemmungen - Nur unbürokratisches Miteinander macht einen nachhaltigen Schutz vor Hochwasser möglich". - Am Beispiel Wormeln, das 2017 gleich mehrfach von Schlammfluten von Starkregen heimgesucht wurde, zeigt der Artikel ein Beispiel aus der Oberpfalz in Bayern, das eine ähnliche Tallage hat und von Ackerflächen umgeben ist. Mit Maßnahmen wie Mulchsaat, Grünstreifen, Anbaurichtung auf dem Ackern, Vertiefung von Seitengräben habe sie dort das Problem Bodenerosion in den Griff bekommen. Antonius Tillmann als Kreisverbandsvorsitzender und Mulchsaat-Ackerbauer erklärt, dass man auch hier etwas tun kann – mit finanzieller Unterstützung und Beratung.