2016 wurde ermittelt, dass der Aufwand für Dokumentation und Datenpflege für den Bereich Pflanze/Ackerbau 6 Std. monatlich beträgt. Für die Tierhaltung sind es 32 Std. monatlich. Einen großen Posten bilden natürlich das Antragsverfahren für die Agrarprämie, dem sich kein Betrieb entziehen kann. Beim Flächenverzeichnis geht es um die quadratmetergenauengenauen Feldgrößen, dem notwendigen Anteil von Ökoflächen, von vorhandenen Landschaftselementen usw. Durch neue Satellitenbilder sind immer wieder Anpassungen erforderlich.


Der Dokumentationsaufwand ist oft so hoch, dass er belastend ist für die Bauernfamilien. Die Nebenerwerbsbetriebe unterliegen den gleichen Anforderungen wie die Haupterwerbsbetriebe. Eine Extra-Verwaltungskraft können sich nur die größere Betrtiebe leisten.


Bei Vorgaben für Baugenehmigungen und anderen Bereichen besteht oft Unsicherheit, was nun wirklich notwendig ist. Bei den Sauenbetrieben herrscht nach dem „Kastenstandsurteil“ von 2016 große Unsicherheit, welche Art der Sauenhaltung künftig erlaubt ist.


Allgemein macht eine hohe Kontrolldichte den Betrieben zu schaffen. Beim Düngen, bei der Agrarförderung sowie beim Pflanzen- und Tierschutz werden die Betriebe teilweise von mehreren Behörden kontrolliert.


Das alles führt dazu, dass vor allem die kleineren Betriebe aufgeben. Von den Milchviehbetrieben heißt es in einer Presseerklärung des Niedersächsischen Landvolks: "Die kleineren Betriebe werden ganz ausscheiden. Bei den Mittelgroßen wird man sehen, und bei den Größeren wird wieder investiert."