Die Schafhaltung hat im Kreis Höxter und lange und große Tradition. An der heute so gepriesenen Kulturlandschaft hat sie einen große Anteil. Es gab große Zuchtbetriebe, viele Herden und der große Gutsbetrieb Schäferhof in Brakel hat seinen Namen davon. Noch 1931 (vgl. Adressbuch Niekammer) sind sie auf den Gütern und in einigen Höfen anzutreffen. Schließlich ist Ortrun Humpert aus Löwendorf seit Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes NRW.      

Hier wird also ein Punkt aufgemacht, zu dennoch Beiträge folgen sollen. Eröffnet sie hier mit Auszügen aus einer Rede (v. 4.6.14) im Landtag von Christina Schulze-Föcking, Steinfurt, MdL zur Situation der Schafhaltung heute.

 

Schafe gehören seit jeher zu den Tieren, die uns Menschen am nächsten sind.  Sie gehörten zu unseren ersten Haustieren und unseren engsten Begleitern. Sie sind unkompliziert in der Haltung, halten extreme Witterung aus.  Und sie sorgten früher für Kleidung und Nahrung… Nicht umsonst finden wir das Bild des Schafes in der Mythologie, wir kennen es als Opfertier. Besonders und nach wie vor präsent ist es uns im Christentum. Ich nenne als Stichworte nur das Osterlamm, oder das Bild des Pfarrers oder Bischofs als Schäfer.  - Das Schaf ist untrennbar mit unserer Kultur und Geschichte verbunden.

Dennoch: Die Zeiten großer umherziehender Schafherden sind vorbei.  Innerhalb von nur 10 Jahren hat der Schafbestand in Nordrhein-Westfale dramatisch um 40% auf nur noch 130.200 Tiere abgenommen… Denn keine Tierhaltung ist so nachhaltig, so vielfältig und so unverzichtbar wie Schafhaltung... Trotz dieser enormen Leistungen, können immer weniger Schäfer davon leben. Der Beruf wird immer weniger attraktiv…

 

Als besondere Pluspunkte der Schafhaltung nennt sie:

  • Verbuschung verhinder und Landschaft pflegen (Stichwort: Kulturlandschaft)
  • Deichpflege und damit Beitrag zum Hochwasserschutz
  • Schafe fressen Gras und brauchen nur wenig Zufütterung
  • Schäfer leisten einen Beitrag der Schäfer zur Erhaltung der genetischen Vielfalt

Im Endeffekt geht es also um die Zukunft der Schafhaltung in Nordrhein-Westfalen und ihr neue Perspektiven zu schaffen, um Anerkennung der Naturschutzleistungen für Schäfer, folgert sie. Was ist daraus geworden?


Schafe im Altreis Höxter

Aus einer Schrift von 1958:


1938    7.400 Tiere
1957    4.580 Tiere

 

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NW vom 23.02.2017
Wölfe
: Schafhalter fürchten um ihre Zukunft. Verbandschefin
 Ortrun Humpert aus Marienmünster ist nur teilweise zufrieden mit den in Aussicht gestellte Entschädigungen. Sie bangt um den Bestand vieler Betriebe