krautbund

Buch Die Krautweihe der Borgholzer Landfrauen von 2002


Die Tradition des Krautbundsammeln ist in einigen Orten wiederbelebt worden. So im Südkreis, aber auch hier in Brakel und anderen

 

Orten, z. B. in Sandebeck und in Bödexen mit dem Köterberg als Hausberg. Zwischen 7 und 77 Kräutern werden hinein gebunden. Die magischen Sieben sind Königskerze, Schafgarbe, Beifuß, Kamille, Rainfarn, Spitzwegerich, Johanniskraut oder Pfefferminze. Wildkräuter aus dem Garten wie Zinnkraut, Boretsch oder Goldrute kommen ebenfalls hinein. Auch einige Getreidehalme sollten hinein gebunden werden. Die Pflanzen werden im August gesammelt, gebunden und am Fest Mariä Himmelfahrt gesegnet und aufgehängt. Sie geben nach katholischem Brauch Heil- und Segenskräfte ab.

 

Das Bund wirkt in Haus (für Kindersegen, gegen Blitzschlag) und im Stall. Früher gab man kalbenden Kühe oder kranken Tieren von den Kräutern zu fressen. Heute erinnern sie uns an die Heilkraft der Natur.  

 

Wochenblatt 2011/33.

Elisabeth Budde: „Nach dem Kraut fürs Bund geschaut“. Hiltrud Müller macht sich mit einigen Landfrauen aus Brakel auf die Suche nach Pflanzen.