Sie sind heute noch zu finden, Elemente des Dankes für die gute Ernte. Bei Wetterkatastrophen (Hagel, Flut) oder Tierseuchen wird uns das manchmal etwas bewusster als sonst. Die Ernte ist ein Produkt aus der Kraft der Natur und dem menschlichen Können. Denn im Supermarkt ist ja immer alles verfügbar. Nebenbei: Auch eine Regionaltheke (z. B. vom Kulturlandkreis Höxter) gibt es dort nicht selten.

Erntedanksonntag

Den gibt es schön lange. Mit Früchten und Blumen werden um den 1. Oktober die Altäre geschmückt und in Kolumnen von der schönen Landwirtschaft geredet. Aber bitte ohne Chemie und Gülle usw. Doch das Bild wandelt sich und wird nüchterner. Es gibt eine Menge Diskussionsbedarf über die Landwirtschaft von heute. Der Warburger Erntedankmarkt (seit 1991!) trägt zu dem Dialog Landwirt/Verbraucher bei.

Letzter Erntewagen

Früher war es auf großen Betrieben und Gutshöfen üblich, den letzten Erntewagen zu schmücken und gemeinsam einzufahren. Danach gab es eine Feier mit Essen und Trinken als Höhepunkt der erfolgten Ernte.


Hier gehte zu

Erntehahn

An manchem Scheunentor findet sich heute noch ein Erntehahn. Er bekommt jedes Jahr neuen Eierschmuck als Sinnbild der Fruchtbarkeit.

Erntekrone

Die aus langen und kurzen Getreidehalmen gebundene Krone ist drei- oder vierstreifig. Es werden neben Weizen und Gerste auch Hafer und Roggen verwendet. Kränze hängen in Dorfhallen, bei der Landwirtschaftskammer, Landvolkshochschule Hardehausen und anderen meist öffentlichen Orten.

Es ist immer gut, einmal im Jahr inne zu halten und danke zu sagen für die gute Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten und den Landwirten für ihre Arbeit zu danken.

Hier geht es zu Manuskript: "Überliefertes Brauchtum der Vorfahren" aus Entrup. Vom Brauchtum zu den Feiertagen, aber auch zum ersten Weidegang, Brotanschnitt und Krautwein, über die Hofbank, die Hochtzeitsbräuche und anderes wird brerichtet.