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Die hier aufgeführten Inschriften stammen aus Erkeln mit der Zeitangabe 1770-1844
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Der Bezug zum christlichen Glauben wir immer herausgestellt. Aus den inschriften spricht eine großes Gottvertrauen zu uns und die Erbauer berufen sich auf Gottes Hilfe und bitten um seinen Segen. Auch auf die Zeitumstände der Erbauungszeit, des Baus und Schickslasschläge wird Bezug genommen.

Die Schreibweise ist der besseren Lesbarkeit angepasst. Nur die Jahreszahl, nicht das Datum ist hier angegeben.

„Gelobt sei die heilige Dreifaltigkeit“ Anton Wulff + Elisabeth Pollmann (1839), Bachstr.
Gott segne dieses Haus. 1830 hat mich das Feuer in einem Augenblick vernichtet, 1830 wieder aufgerichtet. Arnold Behler + Maria Pollmann (1830), Bachstr. 7
Gott segne dieses Haus. 1830 haben mich die Feuerflammen in einem Augenblick nebst 27 anderen vernichtet. 1831 mit Gottes Hilfe wieder aufgerichtet Hans Bernd Frische + Elisabeth Wulf (1831), Dorfstr. 11
Dieses Haus habe (ich) gebaut aus höchster Not.
Gott verleihe mir darin das täglich Brot
Konrad Kleibrink + Gertrud Hofmeister 1770, Bachstr. 12
Mit Gottes Gnade und Segen durch Fleiß und Sparsamkeit haben dieses Haus gebaut … Joseph Löneke + Theresia Michels (1844), Bachstr. 20

„Soli deo gloria“ (Allein zum Lobe Gottes)

Anton Wulff + Agnes Spieker (1834), Bachstr.

Unter deinem Schutz, o Gott, steh ich hier.
Vertreib Unglück, Feuer, Brand von mir.
MRA= Maria, IHS = Jesus, IPS =
Franz Wilhelm Scheidt + Anna Maria Gesler (1778)
Brakel, Ostheimer Str. 14

   

Ganz allgemein bekannte Inschriften sind solche wie:

"Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut - im Himmel und auf Erden"

"Ach Gott befiehl doch dem Feuer, Wind und Wetter - dass sich nicht beschädigen mich und sei mein Erretter"



Bei der Beschäftigung mit dem Thema bin ich auch auf die ganz alte Hausinschriften gestoßen:


In Corvey, Westwerk der Kloserkirche, gibt es eine Steinplatte mit dieser Hausinschrift aus dem 9. Jahrhundert, hier in deutscher Übersetzung: 
"Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut -
im Himmel und auf Erden"

"Diese deine Gemeinde umgib du, o Herr, mit deinem Schutz und deine Engel mögen ihre Mauern beschirmen!"


"Wol Godt vortrowet. Der hat wol gebowet."
Die älteste bekannte Hausinschrift der Region wurde in Bödexen gefunden: vom 26. Juli 1505!

 

In Brakel gibt es Hausinschriften insbesondere an den Fachwerkhäuser in der Ostheimer Straße, Königstraße und in der Neustadt. Sie stammen aus der Zeit 1750-1850 und sind bereits in hochdeutsch verfasst. - Das Heft der Brakeler Schriftenreihe 3/1987 beschäftigt sich mit "Hausinschriften an Brakeler Bürgerhäusern" von Ulrike Braun.