Modexen

Das Gebiet Modexen umfasst das Plateau vom Schüttberg bis zum Modexer Wald. Hier gibt es überwiegend gute und mittlere Ackerböden, aber auch schlechte in Hangbereichen und am Waldrand. Der Name Modexen geht auf eine untergegangene Siedlung zurück. Sie bestand aus mindestens 5 großen Höfen im Bereich des heutigen Modexer Hofes (Breker) und ist durch Funde des 9.-bis 14. Jahrhunderts belegt. Die Familie der Ritter von Modexen baute in Brakel die heutige Alte Waage neben dem Rathaus als Stadtsitz und gehörte lange zu den Patrizierfamilien der Stadt.

Es gibt den Modexer Hof und die Modexer Warte. Das ist ein Wartturm (vor 1400 errichtet) der mittelalterlichen Landwehr, die die Stadt im großen Bogen umfasste. Der Turms wurde 1964 umgangreich saniert und es wurde die heutige Anlage davor gestaltet.   


Die Sage vom Ritterfräulein von Modexen, die auf einer Anhöhe mit einer Kutsche erschienen sein soll, kann zu den Flurnamen "Am Jungerfernstein" und " Jungfernsteinweg" geführt haben (vgl. Karte der Flurnamen von F. Mönnikes). Der Name könnte auch Hinweis auf Land im Klosterbesitz im Bereich der Modexer Warte gewesen sein.


Die offiziellen Flurbezeichnungen sind: Schüttberg, Hembser Berg und Modexen. 


Die Reihenfolge der sechs Höfe in Modexen ist: Riepe, Eggers, Rüther-Rode, Breker (Modexer Hof), Potthast, Meyer-Fehring (Wildhäuser Hof). Vier alten Hofstandorten aus der Zeit vor 1900 stehen drei Neusiedlungen um 1960 gegenüber.